Nyckelharpa

Die Nyckelharpa oder Schlüsselfidel

Nyckelharpa ist das schwedische Wort für Schlüsselfidel.

Es handelt sich um ein mittelalterliches Streichinstrument. Erste Dokumente waren Steinbilder in Kirchen in Italien (Siena 1408, Fresko von Taddeo di Bartolo) und vom Typ her, wie die von Praetorius.

Die frühen Schlüsselfideln waren einreihig. D.h. man konnte nur eine Tonart spielen. Die Erweiterung der Tonarten kam erst in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. In Schweden wurde die heutige mehrreihige Form von August Bohlin entwickelt. Das Instrument verschwand jedoch in Zentraleuropa von der Bildfläche und wurde nur noch in Schweden (Uppland) weiter gepflegt und gespielt. Erst seit ca. 1990 wird sie wieder, unter sehr großem Einsatz u.a. von Jule Bauer, Marco Ambrosini, Annette Osann und Didier Francois, bekannt gemacht. Burg Fürsteneck in Hessen ist ein Förderer zur Wiederverbreitung dieses wunderschönen Instruments.

Die Nyckelharpa hat 4 Melodiesaiten, analog der Viola, und entsprechend vier Tastenreihen. Durch Anstreichen dieser Saiten mit einem Bogen werden die Töne gespielt. Durch Drücken einer Taste, wird das Fähnchen an die Saite gedrückt. Die Saite verkürzt sich und der gespielte Ton ist somit höher. Man spielt die Nyckelharpa mit einem im Vergleich zu Geige oder Bratsche kürzerem Bogen.

In einer Ebene darunter befinden sich 12 Resonanzsaiten (für jeden Halbton eine Saite), die durch das Anstreichen der Melodietöne jeweils mit in Schwingung versetzt werden („mittelalterlicher Verstärker“) und jedem gespielten Ton sehr viel Kraft verleiht. Daraus ergibt sich ein volltönender, bezaubernder und sonorer Klang. Man wird regelrecht gefangen genommen.

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